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MeiLuft
Hintergrund: Video-Illustration, KI-generiert

Wir machen sichtbar, wofür Licht zu grob ist.

Viren, Ultrafeinstaub und Nanoplastik sind so klein, dass ein Lichtmikroskop sie nicht mehr auflösen kann. Ein Elektronenmikroskop sieht sie – bisher aber nur im Vakuum, nach aufwendiger Vorbereitung, im Labor. MeiLuft bringt den Elektronenstrahl durch ein hauchdünnes Fenster zur Probe: Sie bleibt an Luft oder in Flüssigkeit. Eine KI soll die Teilchen erkennen und das Mikroskop selbst steuern.

So funktioniert SNIPS Anwendungen ansehen

Messbild: unregelmäßig geformte Pulverkörner, blau eingefärbt, einzelne Flächen orange.
Messbild aus unserem Versuchsmikroskop mit eigener Steuerung: zwei Detektoren gleichzeitig, Form (Struktur) und Material (Farbe). Nachkoloriert, ohne Maßstab.

Wo das Lichtmikroskop aufhört

Ein Lichtmikroskop kann Strukturen nicht feiner auflösen als etwa die halbe Wellenlänge des Lichts. Darunter beginnt der Bereich, in dem die Teilchen liegen, um die es uns geht.

Größenvergleich von Teilchen zwischen 10 Mikrometern und 10 NanometernBakterien sind etwa 1 bis 2 Mikrometer groß und im Lichtmikroskop sichtbar. Die Auflösungsgrenze des Lichtmikroskops liegt bei etwa 200 Nanometern. Viren mit rund 100 Nanometern, Ultrafeinstaub unter 100 Nanometern und Nanoplastik unter 1 Mikrometer liegen ganz oder teilweise darunter.nur mit Elektronen abbildbarGrenze des Lichtmikroskops ≈ 200 nmNanoplastik: unter 1 µmUltrafeinstaub: unter 100 nmBakterium ≈ 1–2 µmVirus ≈ 100 nm10 µm1 µm100 nm10 nm

Was wir machen

Wir atmen jeden Tag Luft, die andere ausgeatmet haben, dazu Teilchen aus Verkehr und Industrie. Ob und wie viel davon Krankheitserreger oder Kunststoff ist, lässt sich heute nur im Labor und mit großem Aufwand feststellen. Wir wollen das vor Ort messbar machen.

Über MeiLuft

Für die Wissenschaft

Wie ein Rasterelektronenmikroskop ein Bild macht, warum die Probe sonst ins Vakuum muss, wie unser Fenster das umgeht – und wie sich unser Ansatz in die bekannten Verfahren einordnet, mit Quellen.

Zur Technologie

Für Investoren

Eine Hardware, viele Anwendungen: Partikel in der Industrie, Ultrafeinstaub und Nanoplastik in der Umwelt, langfristig Erreger in der Medizin. Dazu Physical AI – KI, die das Mikroskop selbst steuert – und wo wir stehen.

Zu den Anwendungen

Wofür es gebraucht wird

  • Partikel in der Industrie

    Abrieb und Verunreinigungen in Fertigungsprozessen einzeln sehen, etwa bei Halbleitern und Batterien.

  • Ultrafeinstaub in der Luft

    Teilchen einzeln sehen statt nur Mittelwerte messen: welche es sind und woher sie kommen.

  • Nanoplastik im Wasser

    Kunststoffteilchen einzeln abbilden und von anderen Partikeln unterscheiden.

  • Medizin, langfristig

    Ziel: Erreger direkt aus der Probe erkennen, etwa bei einer Blutvergiftung. Mit Zulassung, kein heutiges Angebot.

Bilder: Illustrationen, KI-generiert.

Wo wir stehen

  1. erledigt

    Elektronenoptik ausgelegt

    Mit mehreren unabhängigen Rechenverfahren gegengeprüft

  2. erledigt

    Strahlsystem erprobt

    Im Hochvakuum-Teststand

  3. erledigt

    Erstes Modell

    Auf der Medica gezeigt

  4. erledigt

    Physikalisches Modell

    Des Geräts, an veröffentlichten Messdaten geprüft

  5. erledigt

    Versuchsmikroskop

    Eigene Elektronik und Software, erste Bilder, automatische Teilchenerkennung

  6. erledigt

    Fertigungsunterlagen

    Für die Säule des Prototyps

  7. in Arbeit

    KI für Bild und Erkennung

    Trainiert an simulierten Bildern

  8. in Arbeit

    Prototyp

    Das Tempo hängt von der Finanzierung ab

  9. geplant

    Messen an Luft

    Durch das Fenster, mit dem Prototyp

  10. geplant

    Anwendungsstudien

    Und Feldtests mit Pilotpartnern

Stand November 2026

Anerkennung und Unterstützung

  • Forschungszulage Positiver Bescheid der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) für ein erstes Teilprojekt, 2024
  • Hohenlohe4Talents Gewinner 2021, mit SWR-Bericht im Finale
  • Medica Düsseldorf Aussteller 2022 und 2023, im Start-up Park „The Länd“; 2023 im Innovationsbericht der Messe
  • Partner Baden-Württemberg International, Start-up BW, aformatik, OKW Gehäusesysteme

Mehr über das Team und den Standort